Ernährungsweisen

Allesesser

Der Mensch ist im Grunde ein typischer Vertreter der omnivoren Ernährungsform. Er kann und darf alles essen. Es spielt dabei keine Rolle, ob sich der Speiseplan aus pflanzlichen und tierischen Lebensmitteln zusammensetzt.

  • Der Schweinebraten ist ebenso erlaubt wie das Rührei oder die Lasagne überbacken mit Käse.
  • Beim Allesessen ist es dennoch wichtig, auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung zu achten: Zu viele Einfachzucker und tierische Fette vermeiden, auf genügend Ballaststoffe achten, Obst und Gemüse nicht durch Fast Food ersetzen.
  • Dadurch kann das Risiko, an Stoffwechselstörungen, Übergewicht und Co. zu erkranken, verringert werden.

Pescetarier

Zu den Pescetariern zählen Menschen, die auf Fleisch warmblütiger Tiere verzichten. Fisch fällt nicht in diese Kategorie und kann aus diesem Grund gegessen werden. Da die Bezeichnung  unbekannt ist, zählen sich viele Pescetarier zu den Vegetariern. Damit ist die große Diskussion, nach der Frage, wer sich tatsächlich als Vegetarier bezeichnen darf oder nicht, eröffnet.

Der Verzicht auf Fleisch kann ethische Gründe haben, aber auch aus anderen Motivationen heraus geschehen. So gibt es Menschen, denen Fleisch einfach nicht schmeckt oder die sich gesünder ernähren wollen.

  • Bei den Pescetariern ist es ähnlich. Sie essen aus ethischen Gründen keine Tiere, finden den Verzehr von Fisch aber vertretbar. Manche mögen einfach kein Fleisch, dafür aber Fisch.
  • Pescetarier sind teilweise auch als Ovo-Lacto-Pesco-Vegetarier bekannt: Kein Fleisch, Eier, Milch und Fisch sind aber erlaubt.

Vegetarier

Vegetarier essen grundsätzlich kein Fleisch. Es gibt allerdings zwei Vegetarier-Arten, die sich voneinander unterscheiden: die Ovo-Lacto-Vegetarier und die Lacto-Vegetarier.

  • Ovo-Lacto-Vegetarier verzichten auf Fleisch, Eier, Honig und Milchprodukte sind allerdings erlaubt.
  • Lacto-Vegetarier essen weder Fleisch noch Eier oder Eierspeisen.

Auswirkungen auf die Gesundheit: Laut den Ergebnissen einer 21 Jahre anhaltenden Studie des Deutschen Krebsforschungszentrums wirkt sich eine vegetarische Ernährungsweise kaum Positiv auf das Sterberisiko auf. Die Wissenschaftler verglichen die Daten mit Probanden, die ab und zu Fleisch konsumieren. Professor Jenny Chang-Claude, Leiterin der Studie, betont: „Beide Gruppen unterschieden sich jedoch aufgrund ihres insgesamt sehr gesundheitsbewussten Lebensstils deutlich von der Allgemeinbevölkerung“.

Veganer

Der Veganer isst nichts vom Tier: kein Fleisch, keine Eier, keine Milchprodukte, keinen Honig. Teilweise lehnen Veganer Kleidungstücke (Pelz, Leder, Wolle), Medikamente oder sonstige Produkte ab, die einen tierischen Anteil haben.

  • Viele Menschen, die sich aus ethischen Gründen für eine vegane Lebensweise entschlossen haben, gehen auch nicht in den Zoo, in Zirkusse mit Tierhaltung oder besitzen Haustiere.
  • Ob die vegane Ernährung gesundheitliche Auswirkungen hat, ist zunächst noch umstritten.

Rohköstler

Der Rohköstler ernährt sich überwiegend oder ausschließlich von unerhitzten pflanzlichen, teilweise auch tierischen Lebensmitteln. Lebensmittel, die durch erhöhte Temperatur hergestellt wurden, können mit einbezogen werden.

  • Dazu zählen: Trockenfrüchte, Honig, kalt gepresste Öle, Trockenfleisch, bestimmte Nüsse. Kaltgeräucherter Speisen, essigsaures oder milchsaures Gemüse können ebenfalls Bestandteil dieser Ernährungsform sein.

Es gibt jedoch keine einheitliche Definition wer und ab wann man sich als Rohköstler bezeichnen kann oder darf. Rohköstler gehen davon aus, dass durch (vor allem längeres) Erhitzen wichtige Stoffe wie Vitamin C oder ungesättigte Fettsäuren zerstört werden, deren Gehalt in der Nahrung daraufhin abnimmt. Reine Rohkosternährung kann allerdings zu Mangelerscheinungen führen. Dem Körper fehlt die abwechslungsreiche und ausgewogene Ernährung.

Frutarier

Der Frutarier ernährt sich ausschließlich von pflanzlichen Produkten. Diese dürfen die Pflanze, von der sie stammen, nicht beschädigen. Gegessen wird: Obst, Nüsse, Samen.

  • Eine Gruppe der Frutaner isst nur das Obst, welches bereits vom Baum gefallen ist.
  • Häufig entscheiden sich Frutarier aus religiösen, ethischen oder spirituellen Vorstellungen heraus für eine derartige Lebensweise.
  • Frutarismus kann allerdings die Gesundheit beeinträchtigen, da man leicht Gefahr läuft, sich einseitig zu ernähren. Eine ausreichende Zufuhr von Zink, Kalzium, Eisen, Vitaminen (vor allem B12), Proteinen und Iod kann dann eventuell nicht gewährleistet werden.

Quelle